Die fünfte Jahreszeit

11. / 12. und 13. Mai 2018

Wenn der Sommer vorbei ist und die Ernte in die Scheunen gebracht, wenn sich die Natur niederlegt, wie ein ganz altes Pferd, das sich im Stall hinlegt, wenn der späte Nachsommer am Verklingen ist und der frühe Herbst noch nicht angefangen hat, dann ist die fünfte Jahreszeit.“   – Kurt Tucholsky

 

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Zeit zwischen den Jahreszeiten. Was passiert in den Tagen, wo man im See schwimmen geht, die Abende aber frostig frisch sind. In den Tagen, wo es draussen klirrend kalt ist, der Schnee aber noch nicht kommen möchte, oder aber die Zeit wo die ersten Sonnenstrahlen das Gesicht wärmen, aber auf den Wiesen und Hängen noch Schnee liegt?

Mit der weltbekannten Geigerin Isabelle van Keulen und dem vielseitigen Musiker und Künstler Jean-Luc Reichel wurden die „vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ von Astor Piazzolla auf eine etwas andere Art interpretiert. Neben der Musik, wurden auch die Perioden zwischen den einzelnen Sätzen als Kunst verstanden. Die Übergänge der Jahreszeiten wurden durch vorgetragene Texte von Jean-Luc Reichel hervorgehoben und verdeutlicht, um den Zuhörer von der einen in die nächste Jahreszeit zu führen.

Das Ensemble Soundeum legt viel Wert auf die Förderung der zeitgenössischen Schweizer Kultur. Aus diesem Grund fühlten wir uns sehr geehrt, mit dem Berner Komponisten Jean-Luc Darbellay in den Proben zusammenarbeiten zu können. Die Konzerte wurden durch die Stücke „Voile diaphane“ und „Chant d’adieux“ für Streichorchester von Darbellay eröffnet.

Anschliessend folgte die Interpretation der vier Jahreszeiten von Piazzolla.

Mit Dvoraks wundervoller Serenade in E-Dur nahm der Abend ein spezielles Ende. Es gibt kaum ein Werk, welches gleichermassen tiefromantisch, aber in der Verarbeitung der Themen und in der Form der einzelnen Sätze so schlicht und klassisch gehalten ist, wie die Serenade op. 22 von Dvorak. Leidenschaftliche Melodien, innige Kammermusik und temperamentvolle Abschnitte trafen auf eine pure Klanggebung und eine anmutige Interpretation. 

 

Programm

Jean-Luc Darbellay (*1946)

Voile diaphane für Streichorchester

Chant d'adieux (Version für Streichorchester)

 

Astor Piazzolla (1921-1992)

Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires

 

Antonin Dvorak (1841-1904)

Serenade in E-Dur, op. 22


Das klingt wie Musik in meinen Augen

20. / 21. und 22. Oktober 2017

Musik und Malerei, zwei verschiedene Welten, zwei verschiedene Künste. Was geschieht wenn man diese beiden Kunstarten zueinander in einen unmittelbaren Dialog setzt? 

Im Projekt „Das klingt wie Musik in meinen Augen“ suchte der Künstler Francisco Sierra in Zusammenarbeit mit Noëlle-Anne Darbellay einen Weg, im Werk "Les Adieux" die Klänge des Orchesters und des Cellisten Thomas Demenga bildnerisch zu inszenieren. Auf aussergewöhnliche Art wurde Musik und bildende Kunst vereint. 

Programm

Joseph Haydn (1732-1809)

 Cellokonzert Nr. I in C-Dur

 

Thomas Demenga (*1954) 

"Les Adieux" Version I, Violoncello solo, Streicher & Keyboard

  

Peter Tschaikowski (1840-1893) 

Souvenir de Florence (Fassung für Streichorchester) op. 70


Sprache und Musik

12. / 13. und 14. Mai 2017

„Quellhort der Inspiration ist die Imagination.“    

Michael Wollmann (*1990)    

 

Das Ziel des Projekts „Sprache und Musik“ war es den Inspirationsquellen der Komponisten auf eine kreative Weise näher zu kommen. Durch kurz vorgetragene Zitate und Ausschnitte aus den Gedichten, wie auch aus Briefwechseln der Komponisten, haben wir das Publikum in die Welt der Komponisten eingeladen. Der vielseitige Künstler Moritz Achermann hat uns dabei mit seiner Sprechkunst begleitet. Wir haben der Musik dabei einen wundervollen schlanken Rahmen gegeben und diese in einem neuen Licht zur Aufführung gebracht. 

 

 

Programm

Jean Sibelius (1865-1957)

Impromtu für Streicher op. 5 No 5

 

Gustav Holst (1874-1934)

St. Paulssuite op. 29 No 2

 

Peter Tschaikovski (1840-1893)

Serenade für Streicher op. 48 


Slawische Klänge mit amerikanischer Note

30. April und 03. Mai 2017

Soundeum spielte in reduzierter Form als Quintett bei der Eröffnung der neuen Kunstausstellung im Tramdepot Burgernziel und im Yehudi Menuhin Forum

Es wurde ein Werk vom tschechischen Komponist Antonin Dvorak gespielt, dass er während seinem Amerikaaufenthalt komponiert hatte. Dieses Werk enthält deshalb sowohl slawische wie auch amerikanische Elemente, die zu einem einzigartigen Zusammenspiel von Klängen fungieren. 

Programm

Antonin Dvorak (1841-1904)  

Quintett für Streicher

 

No. 3 op. 97


Zwischen fest und flüchtig

06. November 2016

Soundeum ist offiziell als Streichorchester im Juni 2016 entstanden und hat bisher ein erfolgreiches Projekt durchgeführt. Dieses Projekt fand in Zusammenarbeit mit der Ausstellung "Stein und Malerei" im Tramdepot Burgernziel im November 2016 in Bern statt. Das Projekt wurde unter dem Titel "zwischen fest und flüchtig" durchgeführt, da das Ensemble inmitten von Skulpturen und Gemälden gespielt hat. Das Publikum kam in den Genuss von Kunst in fester Form (bildende Kunst) und in flüchtiger Form (Musik). Es wurden Werken von Benjamin Britten, Gustav Holst, Jean Sibelius und Edward Grieg gespielt.   

 

 

 

 

 

 

 

 

Flyer: Walid Serageldine

walid.ch


Programm

Benjamin Britten (1913-1976)

Simple Symphony

 

Edward Grieg (1843-1907)

Aus Holbergs Zeit op. 40

 

Jean Sibelius (1865-1957)

Impromtu für Streicher op. 5 No 5

 

Gustav Holst (1874-1934)

St. Paulssuite op. 29 No 2

 


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Benjamin Britten_Simple Symphonie Satz 2
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Edward Grieg_Holbergsuite_op.40 Satz 4.m
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Benjamin Britten_Simple Symphonie Satz 3
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Edward Grieg_Holbergsuite_op.40 Satz 5.m
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Gustav Holst_St.Paulssuite_ Satz 1.mp3
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Gustav Holst_St.Paulssuite_ Satz 4.mp3
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